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Abschlussveranstaltung 2005/2006
Hannover 30.06.2006

“Von den Schulen und jungen Menschen wollen heute viele etwas: angefangen bei Gesundheitsförderung und vielen anderen politischen Themen. Doch Frieden bewahren – Völkerverständigung herbeiführen, das ist eines der vornehmsten Ziele!“ – diese Worte richtete Horst Horrmann, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK)-Landesverbandes Niedersachsen an die rund 500 Schülerinnen und Schüler, die nicht im hannoverschen Cinemaxx saßen, um einen Film zu sehen, sondern um die Auszeichnung „Humanitäre Schule“ entgegenzunehmen.

Von Ideen zur Konfliktlösung in der eigenen Schule bis zu Patenschaften für Gleichaltrige im Ausland: Bereits 30 niedersächsische Schulen haben an der Kampagne „Humanitäre Schule“ des DRK-Landesverbandes Niedersachsen mit Erfolg teilgenommen, einige von Ihnen sogar zum zweiten Mal. Viviane Engels etwa engagierte sich mit ihren Mitschüler/innen in einem „Lernmarathon“, um für Spenden für den Bau einer Schule in Mali zu werben: „Das Projekt hat unsere Schule zusammen geschweißt. Für jeden einzelnen war es eine echte Bereicherung“, sagt die 18-jährige und fügt hinzu: „Für mich war’s jedenfalls das Beste, was mir passiert ist!“

So war dann auch die Veranstaltung kein Abschluss der Kampagne, sondern eine „Krönung“ des zweiten Durchlaufs, wie es der Bundesarzt des DRK, Dr. Karl Demmer in seinem Grußwort formulierte. Birgit Hantzsch, Bundesleiterin des Jugendrotkreuzes, verband ihren Dank mit einem Appell an die Jugendlichen: „weiterzumachen. Mitmachen, die Welt ein Stück menschlicher machen und nicht nur einfach so passieren lassen, wie sie ist. Mitgestalten. Und sich nicht vorschreiben zu lassen, in welcher Welt ihr zu leben habt.“

„Integration nach Migration“, und zwar „face to face“ lautet der eigene Projekt-Titel, der die Zielsetzung der Schülerinnen und Schüler der BBS Osterholz-Scharmbeck beschreibt. Sie halfen bei Hausaufgaben, beim Lernen für den Schulabschluss, besuchten Familien zuhause und lernten dabei selbst eine Menge über das Zusammenleben verschiedener Kulturen kennen: „Als Dank erfuhren wir Herzlichkeit: Die Familien haben zum Beispiel für uns gekocht.“

Bundesarzt Demmer machte deutlich, wie wichtig es sei, Zeichen zu setzen: „Das Vorurteil, Jugendliche von heute seien für nichts mehr zu sensibilisieren, habt Ihr gründlich durchbrochen!“

 

Die zertifizierten Schulen:
Berufsbildende Schulen für den Landkreis Helmstedt; BBS II Osterode; BBS Osterholz Scharmbeck; Realschule Dissen; Elbmarschschule Dannenberg; Felix-Klein-Gymnasium Göttingen; Gymnasium Athenaeum Stade; Kooperative Gesamtschule (KGS) Salzhemmendorf; Christianischule Lüneburg; Graf-Friedrich-Schule Diepholz; Hauptschule Emlichheim; Gymnasium am Bötschenberg Helmstedt; Kranich-Gymnasium Salzgitter; Lessing-Realschule Wolfenbüttel; Friedrich-List-Schule Hildesheim; Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium Herzberg; Kaiserin-Auguste-Viktoria-Gymnasium Celle.

 


Abschlussveranstaltung 2004/2005
Hannover 01.07.2005

Frieden fällt nicht vom Himmel

Schüler engagiert für Menschlichkeit – in sozialen Projekten und bei der Lösung des fiktiven Konflikts zwischen Ratikar und Libaso.

Ratikar und Libaso - zwei Staaten im Konflikt. Sie kämpfen seit mehreren Monaten um einen kleinen Landstrich am Meer. Ihre Armeen sind auf jeweils rund 300.000 Soldaten angewachsen; immer häufiger werden auch Kindersoldaten an die Front geschickt. Als Folge des Krieges und einer Dürreperiode stehen beide Staaten nach Einschätzung von internationalen Beobachtern am Rande einer humanitären Katastrophe.

Am internationalen Verhandlungstisch
Wie kann der Konflikt gelöst werden? Diese Frage stellten sich Schüler an 20 Schulen, die zwischen September 2004 und Juli 2005 an der Kampagne "Humanitäre Schule" des Jugendrotkreuzes in Niedersachsen teilgenommen haben. Als Vertreter der Konfliktparteien, des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, der Medien, Deutschlands und als VN-Sonderbeauftragter für Kinder in bewaffneten Konflikten saßen sie am Verhandlungstisch. Sie diskutierten, verhandelten und debattierten. Dabei setzten sich die Schüler sich mit Fragen des humanitären Völkerrechts und mit den Grundsätzen der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung auseinander.

Engagiert für Menschlichkeit
Neben dem Planspiel beinhaltete die Kampagne ein soziales Projekt, das die Schüler frei wählen konnten. Ob Seniorenbesuch oder Auslandspartnerschaften - entscheidend war das Engagement für Menschlichkeit.

Zertifikat "Humanitäre Schule"
DRK-Präsident und Schirmherr der Kampagne, Dr. Rudolf Seiters gratulierte bei der Abschlussveranstaltung am 1. Juli in Hannover den Schulen, die vom Jugendrotkreuz mit dem Zertifikat "Humanitäre Schule" ausgezeichnet worden sind. Als "wichtig, aktuell und ganz im Sinne der Grundsätze des Deutschen Roten Kreuzes" bezeichnete Dr. Seiters die Kampagne.



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