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Die Kampagne „Humanitäre Schule“ hat das Ziel, in den Schulen über Menschlichkeit und Humanität zu sprechen, Solidarität zu üben, Hilfen zu geben für Schwächere und sich grundsätzlich mit der Frage auseinanderzusetzen: Wo können wir uns für Menschlichkeit engagieren? Ich habe dafür die Schirmherrschaft gerne übernommen. In einer Zeit, in der oftmals beklagt wird, dass es in unserer Gesellschaft an Mitmenschlichkeit fehle, setzt diese Kampagne ein richtiges und wichtiges und ganz aktuelles Zeichen im Sinne der Grundsätze des Roten Kreuzes. Es gibt weltweit kaum ein schöneres Zeichen für Humanität, Solidarität, Frieden und Völkerverständigung als das rote Kreuz auf weißem Grund. Ich danke allen, die sich an dieser Kampagne beteiligt haben und gratuliere insbesondere den Schulen für die erfolgreiche Durchführung der einzelnen Projekte.
Dr. rer. pol. h.c. Rudolf Seiters
Unsere Kroatien AG feierte im Jahr 2004 ihr 10-jähriges Bestehen, eine ziemlich lange Zeit für eine Arbeitsgemeinschaft.
Jeher betreut von Herrn Blask, haben unzählige
Schülerinnen und Schüler unserer Schule, auch lange
nach ihrem Abitur, die AG unterstützt. Wir sammelten
Spenden, veranstalteten Benefizkonzerte
und verkauften auf dem Nienburger Adventsbasar
am Posthof Glühwein, Waffeln und Selbstgebasteltes
für unser Patenheim für behinderte Kinder
in Stancic.
Von dem verdienten Geld kauften wir Waschmittel,
Kleidung, zwei Pferde für therapeutisches
Reiten, Sattel und bei unserem größten Konzert
im Autohaus Hellberg schafften wir es, einen
behindertengerechten Kleinbus zu finanzieren und
diesen anschließend nach Stancic zu überführen.
Somit können nun dort auch Spritztouren und
wichtige Besuche wie zum Beispiel Arztbesuche,
schnell und einfach durchgeführt werden.
Seit etwa zehn Jahren pflegen unsere Schülerinnen
und Schüler den Kontakt zu den Bewohnern
der Senioren-Residenz Nordstemmen. Sarah: „Einige
von uns verteilen regelmäßig zur Adventszeit
selbst gebastelte Geschenke. Die weihnachtlich
verzierten Teelichter werden im Rahmen unseres
Projektunterrichtes und während der Verfügungsstunden
am Nachmittag hergestellt.“
Tierheim:
Kreisalten- und Pflegeheim Krainhagen:
In der BBS I in Northeim betreibt jede Klasse ein
reales Schülerunternehmen. Das heißt: Kunden und
Lieferanten, Produkte und Dienstleistungen sind
echt und natürlich auch das Geld. Durch die Arbeit
in „ihrem“ Unternehmen lernen die Schülerinnen
und Schüler mit Freude und hoher Motivation unter
nahezu realen Bedingungen ökonomische, rechtliche,
ökologische und soziale Zusammenhänge des
Wirtschaftens kennen.
An der Kampagne „Humanitäre Schule“ nehmen
Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs teil.
Die Aktionen sind in das Projekt „Verantwortung
lernen“ der Abschlussklassen eingebettet. Hierzu
gehören:
Die Paul-Gerhardt-Schule ist ein Gymnasium mit
Internat in der Trägerschaft der ev.-luth. Landeskirche
Hannover und fühlt sich verpflichtet, Werteorientierungen
und demokratische Partizipation
im Schulalltag zu vermitteln. Das Schulprogramm
eröffnet hierzu vielfältige Möglichkeiten, von
denen einige humanitäre Projekte kurz vorgestellt
werden sollen.
Seit dem Jahre 2000 gibt es an unserer Schule
die Schülerfirma „Teamwork“. Sie organisiert Kultur-
und Schulveranstaltungen und Caterings.
Ein „sponsored run“ – diese Idee entpuppte sich
als sehr erfolgreich, Geld für einen guten Zweck
zusammen zu bekommen. Ca. 400 Fünft- bis
Zehntklässler unserer Schule drehten viele Runden
auf dem Bovender Sportplatz. Die beiden
besten Schüler liefen dabei über 16 Kilometer. Für
jede Runde gab es Geld von Eltern, Großeltern,
Freunden und Bekannten.
Die Realschule Dissen ist eine offene Ganztagsschule.
Ziel der „humanitären Aktion“:
Aktivitäten zum Projekt Humanitäre Schule:
Das eine humanitäre Projekt besteht aus der
Unterstützung von einem Obdachlosenheim, wo
kostenloses Essen ausgegeben wird. Das Essen
besteht dort meistens aus Essensspenden, die
von der Bevölkerung abgegeben werden. Aber
das Obdachlosenheim nimmt auch gerne Geldspenden
an, da einige Unterstützungen von der
Stadt gestrichen worden sind, wie z.B. ein kostenloser
Telefonanschluss.
Die Veranstaltung war ein voller Erfolg, immerhin
sind ca. 700 Euro in den Sammelschweinen
zugunsten der Flutopfer der Tsunami-Katastrophe
gelandet. Die Schülerinnen und Schüler der HPS
präsentierten sich von ihrer besten Seite – engagiert,
witzig und gleichzeitig mit dem Herzen dabei.
Sie brachten am 7.4.2005 ein breites Spektrum
musikalischer Darbietungen in einem Benefiz-Konzert
in der gut gefüllten HPS-Aula zu Gehör.
Seit vier Jahren werden an der Hauptschule
Wathlingen Konfliktlotsen ausgebildet, die Streitigkeiten
unter Schülerinnen und Schülern selbstständig
lösen.
Tilonia ist ein Dorf mit rund 2000 Einwohnern, 400
Meilen südwestlich von Neu-Delhi am Rande der
Wüste Thar. Im Februar 1971 wurde hier von Roy,
Aruna und Vaso, Akademikern aus Neu-Delhi,
das „Barfuß-College“ gegründet. Es ist ein Entwicklungs-
und Lernzentrum, das auf Fachleute
verzichtet. Das Projekt orientiert sich an der Autobiographie
Ghandis, in der er sich für eine Welt
ohne Gier, mit Mitgefühl, Einfachheit und Entsagung
ausspricht. Alle täglichen Abläufe, wie essen
oder arbeiten, werden gemeinsam, barfuß und auf
dem Boden verrichtet. Das Ziel ist es, zu leben,
wie die einfachsten Menschen leben und sich mit
ihnen gleichzustellen. Die Naturkräfte werden geschätzt
und geachtet. Das College wird nur durch
Solarenergie (15 kW/h)
ausreichend versorgt.
Regenwasser wird gesammelt und durch Zisternen aufbereitet.
Nach längerem Umschauen haben wir, die 11fl2
des Kranich-Gymnasiums Salzgitter, uns dafür
entschieden, bei der Salzgitter-Tafel zu helfen.
Die Lessingrealschule in Wolfenbüttel ist eine
der wenigen UNESCO-Projektschulen in Niedersachsen.
Präsident des Deutschen Roten Kreuzes
Bundesminister a.D.
Bundestagsvizepräsident a.D.
Hindenburgschule Nienburg
Die Kroatien AG
Marienbergschule Alfeld
Kooperationsschule für Senioren-Residenz Nordstemmen
Für die Schüler/-innen ist diese Tradition eine
wichtige Bestätigung: Häufig haben sie im Laufe
ihrer Schulzeit eher wenig Erfolgserlebnisse
gehabt. Nun können sie durch ihr handwerkliches
Geschick anderen Menschen eine Freude bereiten.
Das stärkt ihr Selbstbewusstsein.
Ende 2004 entstand die Idee, besondere Türschilder
anzufertigen. Sie sollten den demenzkranken
Bewohnern Orientierung bieten. Stefan: „Eine
Tischlerei aus Heyersum spendierte die großen
Sperrholzplatten. Wir halfen den Schüler/-innen
aus dem 7. Jahrgang des Hauptschulzweiges
beim Basteln und Bekleben der Türschilder. Sie
entstehen im Projektunterricht unter dem Motto:
„Mit Herz und Hand“.
Norma: „Wir haben Tiermotive ausgewählt. Haustiere
erkennen die Demenzkranken gleich.
Sie finden durch diese Türschilder in ihre
Zimmer zurück. Wenn zum Beispiel jemand
die Maus sieht und ihr ‚Fell‘ anfasst, oder
das Schaf mit seiner ‚Wolle‘ begreift, ist
das eine besondere Orientierungshilfe.“ Anfang Mai wurden die ersten
Türschilder angebracht. Am Tag der Offenen Tür
Ende Mai 2005, an dem auch der neue Erlebnisgarten
für die demenzkranken Bewohner/-innen
eingeweiht wurde, wurden die restlichen Türschilder
überreicht.
Es wurden auch Beschäftigungsangebote für eine
Gruppe von Seniorinnen und Senioren eingerichtet.
Frau Nennstiel von der Sozialen Betreuung:
„Einige Schüler/-innen können mit den alten
Menschen zum Beispiel Gesellschaftsspiele
spielen, Gedächtnistrainingsaufgaben lösen oder
basteln. Vielleicht erzählen die Alten dann auch
als Zeitzeugen aus ihrem Leben. Der Austausch
zwischen Jung und Alt ist uns wichtig.“ Manuel
ergänzt: „Das machen wir nachmittags in den
Verfügungsstunden.“
Für die kommende Zeit sind weitere Aktivitäten
geplant, um die Kooperation zwischen der Marienbergschule
Nordstemmen und der Senioren-
Residenz Nordstemmen lebendig zu erhalten.
Berufsbildende Schule Rinteln
In der Zeit vom 8. November bis 20. Dezember
2004 sind wir (Katharina Milost, Vanessa
Bredemeier, Melanie Nowak und Sarah Thies) im
Tierheim Bückeburg gewesen. Dort sind wir mit
den Hunden auf Feld- und Waldwegen spazieren
gegangen. Die Leute im Tierheim waren sehr froh,
dass wir ihnen etwas Arbeit abgenommen haben
und uns hat es auch sehr viel Spaß gemacht. Wir
haben überlegt, ob wir nicht weiterhin die Tiere im
Tierheim ausführen wollen.
Sophie Trabner: „Meine soziale Einrichtung war
ein Altenheim. Dort gehört es zu den Aufgaben,
die Leute zu waschen, zu pflegen, sich mit Ihnen
zu beschäftigen und Ihnen das Essen anzureichen.
Ich war zwei Wochen dort und ich muss
sagen, es hat mir so gut gefallen, dass ich mich
dort beworben habe. Ich habe jeden Tag von
14-16 Uhr und am Wochendende von 6-11 Uhr
gearbeitet.“
Berufsbildende Schule I Northeim
Sozialorientierte Schülerunternehmen
Neben dem Schulkiosk „Iss Was?!“ (preiswerte
Versorgung mit möglichst gesunden Lebensmitteln)
oder dem Reisebüro „Reisewind“ (ökologisches
Reisen) ist unter den derzeit bestehenden 13 Schülerunternehmen
in folgenden Projekten der soziale
Aspekt besonders betont:
Die Veranstaltungsagentur „KultiVita“ bietet Kulturveranstaltungen
im Raum Northeim, insbesondere
für junge Leute. Mit Überschüssen aus
gewinnbringenden Events wie Konzerten mit
Nachwuchsbands und Filmvorführungen werden
Angebote finanziert, die sonst chancenlos blieben:
Jugendtheater zu den Themen Gewalt und Sexualität
oder Vorträge bekannter Persönlichkeiten
über deren soziales Engagement,
beispielsweise Rüdiger Nehberg (Kampf
gegen weibliche Genitalverstümmelung)
oder Dennis Goldberg (Weggefährte
Nelson Mandelas).
Produkte aus einer örtlichen Behindertenwerkstätte
vermarkten die Schülerinnen
und Schüler mit ihrem Schülerunternehmen
„I + II macht EINS“, zumeist auf
Verkaufsbasaren zu Weihnachten und
Ostern.
„OMBILI“ verkauft Waren aus Namibia
(Mobiles, Schmuck etc.). Dabei werden
stets auch Informationen über die Buschleute, die
die Waren hergestellt haben, angeboten. Zudem bestehen
Briefkontakte zu afrikanischen Jugendlichen.
Die gesamten Einnahmen aus dem Projekt fließen
nach Namibia.
Ebenfalls mit Produkten aus Entwicklungsländern
befasst sich das Schülerunternehmen „Fair-Handel“.
Es werden fair gehandelte Lebensmittel (Kaffee,
Tee, Kakao etc.) vermarktet und Informationen
über das Fair-Handels-Konzept verbreitet.
In einem neuen Projekt werden Betriebe im Landkreis
Northeim gesucht (Discos, Kinos, Bäder etc.),
die Vergünstigungen für Inhaber einer Jugendleiterkarte
bieten wollen und so ehrenamtliches Engagement
würdigen.
Insgesamt versuchen wir als Schule mit alledem
den wichtigsten Anspruch unseres Leitbildes „Wir
respektieren Menschen anderer Kulturen, gestalten
den Lebensraum für alle und schaffen Begegnungsmöglichkeiten
innerhalb und außerhalb der Schule“
umzusetzen.
Personn-Realschule Weende
1. Jugendleiterschulung zum Erwerb d. „Juleica“
2. Sozialpraktikum
Von Oktober 2004 bis März 2005 arbeiten einige
Schüler/-innen in ihrer Freizeit wöchentlich zwei
Stunden in einer sozialen Einrichtung.
3. Sponsorenlauf am Buß- und Bettag
a) 85 Teilnehmer/-innen der Jahrgangsstufe 10
und fünf Schüler/-innen der 9. Klassen haben sich
an einem (verregneten) 2-stündigen Sponsorenlauf
am Buß- und Bettag 2004 beteiligt. Die erlaufenen
Spenden (ca. 800 Euro) gingen an unsere
Patenschule in San Juan de la Mancha (Mexico).
b) Der Buß- und Bettag wird seit 8 Jahren als
Projekttag mit sozialem/religiösem Schwerpunkt
genutzt, an dem sich alle Klassen beteiligen.
Schüler/-innen und Lehrer/-innen entscheiden
gemeinsam, was sie an diesem Tag unternehmen
wollen: Kirchenpädagogische Exkursionen,
Besuch von Beratungsstellen, Informationen über
Menschenrechtsgruppen usw.
4. Planspiel
Am 3. und 4.02.2005 haben nahezu alle Schülerinnen
und Schüler des 10. Jahrgangs an dem
Planspiel „Outface“ teilgenommen.
5. Erste Hilfe-Kurse
6. Spendenaktion für Flutopfer
Eine 10. Klasse hat zusammen mit ihrer Kunstlehrerin
eine Spendenaktion für Schüler/-innen
in Sri Lanka durchgeführt. Die Schüler/-innen
haben selbst gemalte Bilder und Fotopostkarten
am Tag der Offenen Tür unserer Schule verkauft.
Der Erlös von 300 Euro wurde an das Boys`Home
überwiesen.
Paul-Gerhardt-Schule Dassel
Projekt „Aktive Schüler“: Hausaufgabenhilfe,
Tischdienst im Speisesaal und Speiseplanberatung,
Hilfe für die Hausmeister bei Arbeiten auf
dem Schulgelände, Übernahme von sozialdiakonischen
Aufgaben in der Kirchengemeinde,
Gestaltung des Freizeitangebots im Internat etc.
Grundkurs Diakonie (13. Klassen): Entwicklung
christlicher Verantwortung und Werteorientierungen,
solidarisches Handeln. Ein schulbegleitendes
Praktikum (35 Stunden) ermöglicht Erfahrungen in
diakonischen Einrichtungen.
Hilfe für die Goibei-High-School, unsere Partnerschule
in Kenia (mit Internat): Das Wasserprojekt
(Wasseranschluss der Badehäuser und Installation
von Duschen, Wasseranschluss der Küchen
und des Verwaltungstraktes) wurde finanziell
unterstützt. Dafür wurden bei verschiedenen Anlässen
(Schulfest, Gottesdienste, Sportveranstaltungen,
Sozialer Tag usw.) Geld gesammelt.
ai-Schulgruppe: Diese macht auf Menschenrechtsverletzungen
aufmerksam und setzt sich
mit Unterschriftenaktionen für unschuldig verfolgte
Menschen ein. Neben Spendenaktionen (Kuchenverkauf)
finden Informationsveranstaltungen
statt. Die letzte Aktion war eine Lesung mit der
ehemaligen Kindersoldatin China Keitetsi, an der
140 Schüler/-innen der Kursstufe teilnahmen.
Contra.drugs: Eine Initiative von Schüler/-innen,
Lehrer/-innen, Sozialpädagogen und unserer
Schulpastorin, die versucht neuere Grundsätze
der Suchtprävention an der Schule umzusetzen.
In Kooperation mit der Kirchengemeinde Dassel,
der Stadtjugendpflege und der Haupt- und Realschule
wurde z.B. eine Plakat- und Fotoausstellung
durchgeführt.
Umweltbildung: Unsere Schule hat bereits mehrfach
die Auszeichnung „Umweltschule in Europa“
erhalten. In der Jahrgangsstufe 9 wird auch
die Ausbildung zum Jugendnaturschutzberater
angeboten. Dabei werden Naturschutzbiologie,
Landnutzung durch den Menschen, Naturschutzund
Umweltschutzrecht vermittelt. Die Unterrichtung
durch interne und externe Referenten,
Exkursionen und praktische Tätigkeiten sind
dabei Bestandteile der Ausbildung, die mit einer
Abschlussprüfung beendet wird.
Hauptschule Dissen
Die Partnerschule in Amiri, Nigeria
In 2002 kam „Teamwork“ in Kontakt zur kath. Sekundarschule
St. Gregory College in Amiri (Nigeria).
Dies lief über Herrn Okorie, der in Amsterdam
wohnt und in Nigeria aufgewachsen ist. Einmal
im Jahr, meist um die Weihnachtszeit, fährt Herr
Okorie in seine Heimat und besucht für uns die
Schule. Dann bringt er Videoaufnahmen, Fotos
und Briefe an unsere Schule mit und erzählt von
seiner Heimat und Kultur.
Wir merkten schnell, dass Schule in Afrika ganz
anders ist. Für den Schulbesuch muss Schulgeld
bezahlt werden. Das können sich nur die wenigsten
leisten. Außerdem tragen die Mädchen und
Jungen dort eine Schuluniform. In den Klassenräumen
befinden sich nur eine Tafel und ein paar
Schulbänke, doch nicht alle finden auf einer Bank
Platz, manche müssen auf dem Boden sitzen.
Bücher sind kaum vorhanden, der Lehrer trägt vor
oder schreibt etwas an die Tafel und die Kinder
schreiben es ab. Auch Feldarbeit steht auf dem
Stundenplan.
Schnell stand für uns fest: Hier helfen wir. Seitdem
spendet „Teamwork“ jedes Jahr 10% des Gewinns
für den Aufbau des Colleges in Amiri.
Dort wird das Geld dazu benutzt einen Chemieraum
zu bauen. Der Bau geht für unsere Verhältnisse
nur sehr langsam voran. Wir werden regelmäßig
über die Fortschritte informiert.
Durch die Videos haben wir auch gelernt, dass
Musik in Nigeria ganz wichtig ist. Auf jedem Video
singt der Chor der Schule ein Lied für uns. Zu
unserem letzten Schulfest kam Herr Okorie einige
Zeit vorher nach Dissen, um mit einer Schülergruppe
nigerianische Gesänge und Tänze einzuüben.
Diese haben wir dann später vorgeführt.
Außerdem brachte er Hüte, Taschen, Flöten und
Fächer mit, die auf dem Schulfest verkauft wurden.
Der Erlös kommt ebenfalls dem Projekt zu
Gute.
Wir Schüler/-innen der Hauptschule Dissen haben
begriffen, wie wichtig es ist zu helfen. Wenig kann
schon viel bewirken. Wir haben schätzen gelernt,
was wir hier eigentlich haben und dass es uns
doch eigentlich sehr gut geht. Gerne würden wir
auch einmal (zwei Schüler und zwei Lehrer) nach
Nigeria fliegen und Amiri einen Besuch abstatten.
Dazu fehlt uns leider noch das nötige „Kleingeld“.
Haupt- und Realschule Bovenden
Sponsorenlauf für benachteiligte Kinder in Rumänien
Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: 2.135
Euro kamen auf diese Weise zusammen. Sie
wurden für ein Jugendhilfeprojekt in Bukarest/Rumänien
verwendet.
Den Kontakt zu diesem Projekt vermittelte uns
Andreas Pilot, der ältere Bruder zweier ehemaliger
Schüler. Statt Wehrdienst hat er über den christlichen
Verein „Eirene“ einen 18-monatigen Friedensdienst
in Rumänien absolviert.
Von unserem Spendengeld konnten 25 Kinder,
zum größten Teil diskriminierte Roma aus benachteiligten
Familien, eine Woche lang zu einer
Freizeit ans Meer fahren. Außerdem wurden 500
Euro für die Gestaltung von Betreuungsräumen
für die Kinder verwendet.
Wenn möglich, bleibt die Schule über Pilot, der
jetzt in Hamburg Sozialpädagogik studiert und
seit kurzem mit einer Rumänin verheiratet ist,
weiterhin in Kontakt mit dem Projekt.
Realschule Dissen
Mittagsfreizeit
Nach der 6. Stunde haben wir Schülerinnen
und Schüler eine Pause von 40 Minuten, bis
der Förderunterricht oder die AG beginnt. Während
dieser Zeit bieten über 60 Schülerinnen und
Schüler der 9. und 10. Klassen eine Mittagsfreizeit
für die Jüngeren an. Das Angebot umfasst verschiedene
Ballspiele in der großen Sporthalle, die
dreimal in der Woche geöffnet ist und verschiedene
Spielmöglichkeiten auf dem Pausenhof. Die
Spielgeräte können sich die Schülerinnen und
Schüler aus dem Spieleraum ausleihen. Hier gibt
es Einräder, Springseile, Jongliermaterial, Brettspiele, Tschouk-Ball
und vieles mehr.
Zweimal die Woche öffnen wir das Internet-Café.
Dort kann man einfach nur am PC spielen oder
Informationen für die Schule heraussuchen.
Bei der Hausaufgabenhilfe erklären die älteren
Schülerinnen und Schüler den Jüngeren, was sie
bei den Hausaufgaben nicht verstanden haben
oder sie helfen, wenn sie Probleme in der Schule
haben.
Gymnasium Athenaeum Stade
„Schlaflos für Mali – Der Athe-Lernmarathon“
Finanzierung eines Schulerweiterungsbaus in
Farakala/Mali (7.500 Euro).
Bisher müssen die Schüler/-innen entweder
täglich 25 km zu Fuß nach Diaramana laufen, um
dort die Abschlussklasse zu besuchen oder die
Schüler/-innen suchen sich in Diaramana Gastfamilien,
die für den Aufenthalt bezahlt werden
müssen.
Dies führt dazu, dass viele Schüler/-innen ihren
Abschluss nicht erreichen, weil einfach kein Geld
vorhanden ist.
Der Neubau eines Schulgebäudes für die 9. Klasse
würde ihnen dies ermöglichen.
Warum Farakala/Mali?
Mali gehört zu den ärmsten Ländern der Welt
(Rang 172). Etwa Zweidrittel der Bevölkerung hat
weniger als 1 Euro pro Tag zur Verfügung. Die
ehemalige französische Kolonie ist seit 1992 demokratisch
und versucht die dringendsten Probleme
im Land zu lösen (Bildung und Hygiene). Mit
dieser Aktion soll neben der unmittelbaren Hilfe
für die Menschen auch ein Beitrag zur Stabilisierung
der Demokratie geleistet werden.
Was beinhaltet „Schlaflos für Mali – Der Athe-Lernmarathon“?
Die Aktion sieht vor, dass die Schüler/-innen von
8.00 bis 8.00, also 24 Stunden, in der Schule
sind und sich in vorbereiteten Unterrichtseinheiten
mit unterschiedlichsten Themen beschäftigen.
Diese können sich auf Afrika beziehen,
müssen es aber nicht.
Wer führt die Unterrichtseinheiten durch?
In erster Linie unsere Schüler/-innen, aber auch
Eltern und Externe sollen sich beteiligen. Natürlich
können auch Kollegen/-innen die Gelegenheit
nutzen, Unterrichtseinheiten über Themen anzubieten,
die sonst keinen Platz in der Schule haben
oder methodisch etwas zu machen, was sonst
nicht durchführbar wäre.
In der pädagogischen Literatur wird immer wieder
darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, dass
Schüler/-innen auch von Schüler/-innen unterrichtet
werden.
Wie sollen 7.500 Euro zusammenkommen?
Durch Sponsoren. Die Organisationsgruppe wird
in einem gesonderten Schreiben Firmen in Stade
und im Stader Umland ansprechen und um
Mithilfe bitten. Gleichzeitig bietet die Aktion den
Firmen die Möglichkeit, sich, ihr Know-how und
alles, was diese noch für wichtig erachten, in die
Schule einzubringen. Letztlich können sie auch
für sich werben.
Kooperative Gesamtschule
Salzhemmendorf/Schule am Kanstein
Öffentlichkeitsarbeit durch die örtliche Presse
und durch das Lokalradio „radio aktiv“
Sammlung von Spenden für ein SOS Kinderdorf
in Afrika beim Frühlingsfest
Sponsoringlauf in Anbindung an ein Sportfest
zur Sammlung von Spenden für das SOS Kinderdorf
Schulsanitätsdienst:
Der Schulsanitätsdienst wirkt bei schulischen
Veranstaltungen wie Sportfesten, Frühlingsfest
etc. mit. Die Schüler/-innen können den
Sanitätsdienst täglich in jeder Pause im Krankenzimmer
erreichen. Die Sanitäter/-innen
kümmern sich um kranke oder verletzte Schüler/-
innen.
Streitschlichterausbildung:
Alle Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen
haben die Möglichkeit als Streitschlichter/-in
ausgebildet zu werden. In den Pausen haben
alle Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit,
bei Bedarf ihr Angebot in Anspruch zu nehmen.
„Jugend begegnet Senioren“:
In einer freiwilligen AG besuchen Schüler/-
innen ab der 9. Klasse Menschen im Seniorenwohnheim.
Sie gehen mit ihnen spazieren,
basteln mit ihnen, unterhalten sich oder lesen
ihnen vor. Besucht werden sowohl Bewohner/-
innen im Senioren- und Pflegeheim als auch
Demenzkranke.
Klassenpatenschaften:
Schüler/-innen der 10. und 11. Klassen übernehmen
Klassenpatenschaften für „neue“ 5.
Klassen. Sie helfen ihnen dabei, das Schulgebäude
kennenzulernen, geben Tipps zu den
Abläufen im Schulalltag und stehen als Vermittler
bei Problemen zur Verfügung. Die Paten besuchen
regelmäßig die Klassen und engagieren
sich bei Ausflügen, Festen etc.
Gymnasium Lüneburg
Da die Spenden von der Bevölkerung nicht gänzlich
ausreichen um alle Obdachlosen zu versorgen
oder anstehende Rechnungen zu bezahlen, werden
wir durch Lebensmittelspenden oder durch
kleine Geldspenden versuchen, diesen Mangel
auszugleichen.
Die Gelder werden wir höchstwahrscheinlich
durch eine oder mehrere Geldsammelaktionen in
der Innenstadt zusammenbekommen. Außerdem
verkaufen wir jeden Freitag in unserer Schule
Waffeln, um die Summe aufzustocken. Das Geld
wird entweder direkt gespendet oder wir kaufen
davon Lebensmittel und spenden diese. Wir haben
noch vor, bei verschiedenen Lebensmittelladenketten
anzufragen, ob wir die Waren umsonst
(als Spenden) oder zum Einkaufspreis erhalten
können. Während den Geldsammelaktionen klären
wir die Bevölkerung auf einem Informationsstand
über unser Vorhaben auf. An einem festgelegten
Tag wird sich unsere Gruppe treffen, um
die Lebensmittel vorzubereiten, die am nächsten
Tag in das Obdachlosenheim gebracht werden.
Für das zweite Projekt hat es sich die Gruppe zur
Aufgabe gemacht, das SOS-Kinderdorf Harksheide
finanziell zu unterstützen. Zuerst wollten
wir den Kindern durch Sachspenden eine Freude
machen, aber hieran herrscht in Harksheide
nicht wirklich Mangel. Was fehlt, ist das Nötigste:
Das tägliche Essen. Durch finanzielle Spenden
kann man das tägliche, geregelte Leben im
Dorf sicherstellen.
Wir sammeln Spenden in der Schule und bei
lokalen Gewerben und werden dann den Betrag
persönlich zum SOS-Kinderdorf bringen, um
uns zugleich über die dortigen Verhältnisse zu
informieren.
Am Ende des Projektes werden wir im Schulgebäude
Stellwände mit Informationen über die
SOS-Kinderdörfer aufstellen.
Halepaghenschule Buxtehude
Tsunami-Benefiz-Concert
Gymnasium Isernhagen
Sri Lanka AG
Seit 1995 engagieren sich an unserer Schule
Schülergruppen für unser Sri-Lanka-Projekt. Dazu
gehören u.a. Aktionen mit Kuchen-, Brötchen~
und Kaffeeverkauf und die Sponsorensuche.
2005 fördern wir in erster Linie eine Schule im Ort
Weliweriya. Mehr als 600 unserer Schüler/-innen
haben sich dafür im September 2004 bei einem
„RUN FOR HELP“ eingesetzt. Das Schulprojekt
wurde auch von der niedersächsischen Bingo-
Lotto-Stiftung und der TUI unterstützt. Das Budget
beträgt ca. 17 000 EURO.
Angesichts der Flutkatastrophe gibt es seit Ende
Dezember ein zusätzliches Projekt. Ziel ist die Einrichtung
eines Heimes für ca. 20 Kinder. Mit dem
Beschluss des Rates der Gemeinde Isernhagen,
uns dabei mit 20 000 EURO zu unterstützen und
den bis März 2005 eingegangen Spenden von ca.
35 000 EURO wird dies machbar. In dem Betrag
sind auch die Einnahmen aus dem „6. Schulkonzert
mit der Capella Corviniensis“ vom 24.2.2005 in
Höhe von 1700 EURO enthalten.
Von dem Spendenaufkommen wurden zunächst
8000 EURO Father Eric (Priester und auch gleichzeitig
Schulleiter im Ort Weliweriya) zur Verfügung
gestellt, der sich zusammen mit ca. 30 Freiwilligen
des Ortes um den Wiederaufbau von 2 Häusern
in dem Küstenort Maggona und 2 weiteren
Häusern im Nachbarort Paiyagala gekümmert hat.
Das erste fertig gestellte Haus ist während des
Aufenthaltes unserer 14 Schülerinnen und Schüler
im März offiziell übergeben worden. Inzwischen
wurden alle 4 Häuser bezogen - jeweils von einer
allein erziehenden Mutter mit 3 Kindern.
Für die Nachhaltigkeit des Projektes soll durch
Patenschaften gesorgt werden. Hierzu haben sich
bereits Projektpaten gemeldet und auch schon Beiträge
auf das Konto des Schulvereins überwiesen.
Erfreulich ist, dass die nötige Errichtung des
Heimes nach jetzigem Stand der Dinge gesichert
sein dürfte, denn inzwischen beteiligen sich
auch andere Einrichtungen und Schulen an dem
Projekt (nähere Angaben auf unserer Homepage).
Zurzeit läuft das Genehmigungsverfahren für den
Bau. Wir werden über den Fortgang der Arbeiten
informieren, voraussichtlich wird Ende Juni ein
erster Zwischenbericht mit Fotos möglich sein,
der dann auf unserer Homepage unter der Rubrik
„AGs“ und „Sri Lanka“ veröffentlicht werden soll.
Dort finden sich auch nähere Informationen zu
unseren zahlreichen Projekten für Einrichtungen in
Sri Lanka seit 1995!
Friedrich-List-Schule Hildesheim
Eine Schulklasse engagiert sich für mehr Humanität
Wie können wir uns für mehr Menschlichkeit
einsetzen? Mit dieser Frage beschäftigten sich
23 Schülerinnen und Schüler der Klasse 11 c der
Friedrich-List-Schule vom 25.-27. Jan. 05 in den
Räumen des DRK Hildesheim (Brühl).
Auslöser und Ansatzpunkt waren die menschenverachtenden
Vorgänge im Gefängnis Abu Ghraib
(Irak) des vergangenen Jahres. Dabei wuchs die
Erkenntnis, dass demokratische und rechtsstaatliche
Strukturen keine Verbreitung finden können,
wenn grundlegende Rechte Einzelner oder ganzer
Völker missachtet werden. Aus diesem Grund
nahm die Lerngruppe dankend das Angebot des
Jugendrotkreuzes an, ein dreitägiges Projekt
zum Thema Humanitäres Völkerrecht durchzuführen.
Doppelziel der Kampagne ist es, jungen
Menschen unabdingbare Minimalstandards
menschlichen Verhaltens nahe zu bringen und
Solidarität gegenüber Opfern und Schwächeren
zu üben. Verlockend an dieser Kampagne war
auch die Chance, mit Hilfe des ausgeklügelten
und realitätsnahen Planspiels „Outface“ wesentliche
humane Grundwerte nicht nur kognitiv zu
erlernen, sondern seelisch-mental zu verankern.
Das eindeutige und klare Feedback der Teilnehmer/-
innen ermutigt zur Fortsetzung und Wiederholung
dieses dynamischen Simulations- und
Entscheidungsmodells. Wie sonst können auf
so aktivierende und herausfordernde, scheinbar
spielerische Weise, zentrale Fach- und Methoden-,
Individual- und Sozialkompetenzen sowie
zukunftsfähige Schlüsselqualifikationen erworben
und trainiert werden?
Hauptschule Wathlingen
Baustein zur Gewaltprävention: Sozialkompetenz und Mediation
Im Schuljahr 2004/05 wurde das Konzept „Konfliktlotsenmodell“
durch zusätzliches Sozialtraining und das Patenschaftsprinzip in den 5. + 6.
Klassen erweitert.
Konfliktlotsenmodell: Schüler schlichten selbstständig Streit
Patenschaftsprinzip: Konfliktlotsen unterstützen die 5./6.Klassen
Sozialtraining: Konfliktlotsen helfen mit
Die Klassenlehrkräfte der 5. und 6. Klassen führen
in ihren Klassen in mehreren Schritten ein Sozialtraining
durch. Die Pädagogen werden dabei von
den ausgebildeten Konfliktlotsen aus den höheren
Klassen unterstützt. Jeweils zwei Konfliktlotsen
übernehmen Patenschaften für die neuen Klassen.
Ziel ist es, das soziale Klima in den Klassen
nachhaltig zu verbessern und jedem einzelnen
Schüler „Sozialkompetenz“ zu vermitteln. Durch
den engen Kontakt zu den jüngeren Schülern
stehen die Konfliktlotsen „hoch im Kurs“. Das
wiederum bewirkt, dass das „Streitschlichter-
Modell“ deutlich häufiger als früher in Anspruch
genommen wird.
Fünf Schulmediatorinnen, Lehrkräfte unserer
Schule mit Zusatzqualifikation, steuern das Projekt
und geben Hilfestellung.
Otto-Hahn-Gymnasium Göttingen
Das Barefoot College
Die Verantwortung und Organisation trägt
ein Priester, der als Kind kaum schulische
Ausbildung genießen konnte. Es werden nur Technologien eingesetzt,
die von den Bewohnern selbst gewartet und
repariert werden können und den grundlegenden
Bedürfnissen dienen. Ziel ist es, den Lebensstandard
nachhaltig zu heben.
„Tilonia“ – Entwicklungsstrategie durch Anpassung an:
materielle Grundbedürfnisse:
Beseitigung von Hunger, Armut und Krankheit durch
Ernährungsprogramme für mangelernährte Kinder
und eine Verbesserung der Wasserversorgung.
Ebenso werden WassertechnikerInnen, „barefootdoktoren“
und Hebammen ausgebildet. Gesundheitesprogramme
sollen vor allem in Kindergärten
und Schulen helfen, Krankheiten vorzubeugen.
immaterielle Bedürfnisse:
Eine soziale Gleichheit wird durch die Förderung
und einfache Ausbildung der benachteiligten
Minoritäten erreicht. Frauen werden konsequent
mit den Männern gleichgesetzt. Das College
bildet außerdem zum Wasser- und Solartechniker,
zu Elektrikern und Lehrern aus. Demokratie
wird durch die „Kreise der Gleichen“ bestärkt,
wo vor allem Kinder in Kinderparlamenten sehr
viel Macht erhalten. Theater- und Puppenspiel-
Gruppen dienen zur Unterhaltung und sollen auch
über grundlegende Dinge wie z.B. die Demokratie
aufklären.
Seit 2000 besuchen jährlich Schüler/-innen des
Otto-Hahn-Gymnasiums Tilonia, um dort zu helfen
und das Leben der Bevölkerung vor Ort kennen
zu lernen. Als das Indienprojekt von einem
schrecklichen Unfall in Tilonia erfuhr, entschloss
sich die Schule, das gesammelte Geld des
„Sponsored Run“ (Sponsorenlauf) für Tilonia zu
spenden. Als Dank für die großzügige Spende von
3.300 Euro wurde die Schule in die „Tilonia-Familie“
aufgenommen. Schon 2001 hatte die Schule
ein großes Benefizkonzert für Tilonia ausgerichtet.
Auch in diesem Jahr waren wieder Schüler/-innen
in Tilonia und die Schule spendete aus Erlösen
des Schulfestes und des „Sponsored Run“ für Tilonia.
Und das Wichtigste ist, dass sich Schülerinnen
und Schüler bereit zeigen, ein solches Projekt
zu unterstützen und aktiv in unterschiedlichster
Weise mithelfen.
Kranich-Gymnasium Salzgitter
Salzgitter-Tafel e.V.
Wir fanden es sehr faszinierend, dass 48 freiwillige
Helfer Menschen Lebensmittel, für eine
sehr geringe Bearbeitungsgebühr, zur Verfügung
stellen, damit diese überleben können.
So hat uns dieses Konzept sehr beeindruckt
und wir beschlossen diesen hilfsbedürftigen
Menschen auch zu helfen. In mehreren Gruppen
haben wir den Fahrern geholfen die Lebensmittel
von den umliegenden Supermärkten und Bäckereien
einzuladen und sie zur Tafel zu bringen,
schon schlecht gewordene Lebensmittel auszusortieren
und diese zur Müllkippe zubringen, sie
zusäubern und anschließend bei der Lebensmittelausgabe
angepackt. Diese Tätigkeiten dauerten
von 7.30 Uhr bis etwa 15.00 Uhr an.
Am Tag der offenen Tür unserer Schule hat
unsere Klasse das Projekt „Humanitäre Schule“
vorgestellt. Dazu gehörten das Planspiel und die
Aktivitäten bei der Tafel. Da die Tafel auch auf
Spenden angewiesen ist, sammelten wir noch
fleißig Geld ein, das ihr zu Gute kommt.
Es war ein angenehmes Gefühl ärmeren Menschen
etwas Gutes zu tun, ebenso eine Erfahrung
fürs Leben, dass jeder jedem helfen kann,
egal wie alt er ist.
Lessingrealschule Wolfenbüttel
Das Wort UNESCO steht für United National
Educational Scientific and Cultural Organization.
Es ist eine Organisation der Vereinten Nationen
für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation.
Die Unesco hat insgesamt 188 Mitgliedsstaaten.
Ihr Sitz ist in Paris.
Der Leitsatz der Unesco
lautet: “Da Kriege im Geist der Menschen entstehen,
muss auch der Frieden im Geist verankert
werden!“
Dieser Satz, entstand im Jahre 1945. In diesem
Jahr unterzeichneten 37 Staaten die Verfassung.
Aus dem 2. Weltkrieg im Jahre 1946 zog die
Unesco eine Lehre: „Ein ausschließlich auf politischen
und wirtschaftlichen Abmachungen von
Regierungen beruhender Friede kann die einmütige,
dauernde und aufrichtige Zustimmung der
Völker der Welt nicht finden.
Friede muss – wenn er nicht scheitern soll – in
der geistigen und moralischen Solidarität der
Menschheit verankert werden.“
DeutschesJugendrotkreuz
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